SEG – Schnelleinsatzgruppe – SEG
Bei Unfällen und Unglücken aller Art schnelle Hilfe zu leisten, ist Aufgabe des Rettungsdienstes. Was aber ist etwa bei Massenkarambolagen? Wenn es also mehr Verletzte gibt, als der Rettungsdienst ordnungsgemäß versorgen kann? Hier treten die Schnelleinsatzgruppen in Aktion.
Eine Gruppe besteht aus einem Führer und mindestens fünf Helfern. Diese stehen dem Rettungsdienst jederzeit zur Seite. Am Unglücksort helfen sie, Verletzte aus dem Gefahrenbereich zu bringen und Erste Hilfe zu leisten. Ständige Erreichbarkeit und ein Fahrzeug mit Sprechfunk helfen der Gruppe, für den Einsatz gerüstet zu sein. Und das rund um die Uhr!
Hauptaufgabe der SEG ist es, bei einem Massenanfall von Verletzten den Rettungsdienst sowohl mit Material als auch personell zu unterstützen. In die Schnelleinsatzgruppe integriert ist der Katastrophenschutz, dessen Helfer, anstelle des Wehrdienstes, sich ersatzweise nach §8 des Gesetzes über die Erweiterung des Katastrophenschutzes (KatSG) verpflichten.
Alarmiert wird eine SEG durch den Einsatzleiter Rettungsdienst oder bei einem Massenanfall von Verletzten durch den ORGL (Organisatorischer Leiter) über die Leitstelle mittels Funkmeldeempfänger.


-Versorgt und betreut die Verletzten bis zum Abtransport -Arbeitet als taktische Einheit des San-Dienstes z.B. bei Gefahrgutunfälle -Mithilfe bei Suchaktionen nach vermissten Personen -Errichtet Verletztenablagen und Verbandplätze -Unterstützung und Mithilfe bei Evakuierungsmaßnahmen -Betreuung von unverletzten Personen -Mithilfe bei der Unterbringung, Registrierung und Verpflegung in Zusammenarbeit mit dem Betreuungs- u. Verpflegungsdienst.
Aufgaben einer SEG:
-Entlastet und unterstützt den Rettungsdienst (z.B. bei Bränden) führt benötigtes Material für die Versorgung von Verletzten an den Einsatzort
Neue Ausrüstung der Bereitschaft / SEG:
Der plötzliche Herztod ist in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Jährlich sterben mehr als 100000 Menschen an plötzlichem Herzversagen. Diese Todesform übersteigt somit die Häufigkeit des Verkehrsunfalltodes um das 12 fache.
Das gesunde Herz wird durch elektrischen Strom gesteuert. Im Falle eines Kammerflimmerns, der häufigsten Ursache des plötzlichen Herztods, kommt es zu Koordinationsstörungen im Herzmuskel. Das Herz zuckt dabei so schnell, dass kein Blut mehr gepumpt werden kann.
Nun geht alles ganz schnell. Nach ca. 4 Minuten treten irreversible Hirnschäden auf und nach ca. 10 Minuten sind die meisten Opfer tod. Durch den frühzeitigen Einsatz eines Defibrillators kann im Rahmen der Reanimation die Überlebenschance deutlich verbessert werden.
Die Bereitschaft Ruhpolding ist seit Ende 2002 Besitzer eines Frühdefibrillators, welcher durch Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen und Sportdiensten finanziert wurde. Das Gerät ist in der Lage mit hoher Sicherheit den elektrischen Zustand des Herzens zu analysieren und bei Notwendigkeit dem Anwender das Auslösen eines Elektroschocks zu empfehlen. Um dieses Gerät bedienen zu dürfen, muss ein Qualifikationsnachweis erbracht werden. 20 Helfer wurden an zwei Abenden in Theorie u. Praxis geschult und geprüft. Jährlich müssen zwei weitere Schulungen nachgewiesen werden.

Eines der wichtigsten Prüfungen an einem Patienten ist die Prüfung der Vitalfunktionen, also Puls und Atmung. Um die Funktion der Atmung eindeutig prüfen zu können (besonders bei bewustlosen Personen) ist ein Pulsoxymeter unverzichtbar geworden. Mit Hilfe eines Finger-
sensors misst dieses Gerät: Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung im Blut und Pulsstärke. Diese Angaben erlauben eine sichere Beurteilung des Patientenzusandes. Der Sensor wird auf einen Finger des Patienten gesteckt, mit Lichtimpulsen wird anschliessend die Messung durchgeführt.
Der Förderverein konnte mit Hilfe von Spendern im März 2003 dieses Gerät beschaffen und an die Bereitschaft übergeben.
Unser Ziel ist es bei Schadensereignissen und bei den zahlreichen Diensten während Veranstaltungen kompetente Hilfe leisten zu können. Deshalb nehmen unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ständig an Ausbildungen und Übungen teil.

Doch kein fachliches Wissen kommt ohne nötige Gerätschaften aus, darum ist der Förderverein des BRK-Ruhpolding auf die Mithilfe durch Spenden angewiesen. Lesen Sie bitte dazu den Abschnitt “Förderverein”.

Dank einer großzügigen finaziellen Beteiligung der Friedrich Probst Stiftung konnten jetzt drei neue Funkgeräte angeschafft werden
Bei Großveranstaltungen mit immer größeren Zuschauermassen ist es sehr wichtig über ein weitläufiges Gebiet hinweg jederzeit Hilfe nachfordern zu können. Dies spart im Notfall wertvolle Zeit bis weitere Hilfskräfte eintreffen. Desshalb hat die SEG Ruhpolding mit Hilfe des Fördervereins drei neue tragbare Funkgeräte anschaffen können.
Mit dieser Investition sind wir also bestens gerüstet und können auch in Zukunft alles anstehenden Großveranstaltungen bestens betreuen.